13. Februar 2014

SEPA Umstellung – Pflicht oder doch nicht?

Die laufende SEPA Umstellung soll eigentlich vieles vereinfachen, im Moment sorgt sie durch die eventuelle Fristverlängerung allerdings eher für sehr viel Verwirrung.

Stand heute können wir folgende Aussagen treffen:

  • In der Presse und in vielen weiteren glaubwürdigen Quellen wird fälschlicherweise kommuniziert, die Fristverlängerung der SEPA-Einführung sei bereits beschlossen: DAS IST NICHT RICHTIG! Die allgemein vorherrschende Meinung ist zwar, dass die Fristverlängerung kommen wird, sie wurde aber noch nicht beschlossen (siehe www.sepadeutschland.de/faq → Frage „Ist die Einführung von SEPA verschoben worden?“)
  • Die EU-Kommission hat bisher lediglich den Vorschlag eingereicht, eine Fristverlängerung der SEPA-Einführung bis 1. August 2014 zu gestatten. Über diesen Vorschlag wird Mitte Februar abgestimmt.
  • Daher gilt bis zu dieser Abstimmung: Seit 1. Februar 2014 ist die Umstellung auf SEPA gesetzliche Pflicht!
  • Wird der Fristverlängerung zugestimmt, obliegt es bis 1. August 2014 den Bankinstituten, ob sie zusätzlich zum neuen SEPA-Format auch Zahlungen im alten nationalen Format annehmen. In diesem Fall werden ab dem 1. August 2014 auch alle Banken nur noch Zahlungen über das SEPA-Verfahren annehmen und keine Zahlungen mehr im alten Format.
    Das bedeutet für Sie: Im Falle der Fristverlängerung können Sie mit Ihrer Bank klären, ob diese noch Zahlungen im alten Format annimmt. Wenn ja haben auch Sie bis zum 1. August 2014 Zeit, die SEPA-Umstellung vorzunehmen.
  • Wird der Verschiebung nicht zugestimmt, bleibt es bei der Einführungspflicht von SEPA rückwirkend zum 1. Februar 2014.
    Das bedeutet für Sie: Im Falle der Ablehnung der Fristverlängerung werden alle Banken ab sofort ausschließlich Zahlungen über das SEPA Verfahren annehmen. Haben Sie noch nicht umgestellt, kommen eventuell Wiederholungsabrechnungen und/oder Zahlungsverzögerungen auf Sie zu.

Unsere Tipps:

  1. Pflegen Sie schnellstmöglich IBAN und BIC in Ihrer Lohnsoftware – unabhängig von der Fristverlängerung!
  2. Prüfen Sie alle Überweisungen, die nicht getätigt wurden, auf IBAN und BIC. Eventuell sind diese nicht gepflegt und werden daher nicht vom Bankinstitut angenommen.
  3. Folgen Sie uns weiter hier auf dem Blog, wir halten Sie zu allen Themen rund um SEPA auf dem Laufenden und geben nützliche Tipps.
  4. Sie haben schon alle Daten gepflegt? Sehr gut! Dann betreffen Sie weder Annahme noch Ablehnung der SEPA-Fristverlängerung.

Kommentare:

  1. Gute Übersicht! Danke für die Hinweise.
    Wie läuft das denn mit dem Sepa-Lastschriftverfahren ab?

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    1. Hallo Frank, danke für das Feedback :-) Wir werden in den kommenden Tagen noch einen Post zum Thema SEPA-Lastschrift veröffentlichen.

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