20. März 2014

Schwerbehindertenabgabe: Meldung bis 31.03.2014 abgeben

Betriebe mit mindestens 20 Arbeitsplätzen im Jahresdurchschnitt müssen bis zum 31.03.2014 eine Meldung zu den beschäftigten Schwerbehinderten abgeben, die sog. Schwerbehindertenabgabe.

Gesetzliche Grundlage

Hintergrund ist § 71 Abs. 1 SGB IX. Gemäß diesem Paragraph ist ein Arbeitgeber verpflichtet, schwerbehinderte Personen einzustellen, wenn er im Jahresdurchschnitt 20 oder mehr Arbeitnehmer beschäftigt. In diesem Fall muss er mindestens 5 % seiner Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen besetzen.

Berechnung der jahresdurchschnittlichen Beschäftigungszahl

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ergibt sich aus der kumulierten Beschäftigtenzahl pro Monat dividiert durch 12. Folgende Beschäftigte sind nicht zu berücksichtigen:
  • Auszubildende
  • Mitarbeiter mit einer wöchentliche Arbeitszeit unter 18 Stunden
  • Befristete Stellen, die höchstens 8 Wochen besetzt sind
Erfüllt der Arbeitgeber die Pflichtquote nicht, muss er für jeden unbesetzten Arbeitsplatz eine monatliche Schwerbehindertenabgabe als Ausgleich zahlen.
Hinweis: Die Bezahlung der Schwerbehindertenabgabe hebt allerdings die Verpflichtung zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen nicht auf.

Sätze

Für das Jahr 2014 gelten folgende monatlichen Sätze je jahresdurchschnittlichen Beschäftigungsquote:

Satz Quote
115 € von 3 % bis unter 5 %
200 € von 2 % bis unter 3 %
290 € unter 2 %

Sonderregeln für kleine und mittlere Unternehmen

Für Unternehmen zwischen 20 und unter 60 Mitarbeitern gelten folgende Sonderregelungen:
  • Für Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich 20 bis unter 40 Beschäftigten beträgt die Schwerbehindertenabgabe monatlich 115 €, wenn sie im Jahresdurchschnitt weniger als einen schwerbehinderten Menschen beschäftigen.
  • Für Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich 40 bis unter 60 Beschäftigten beträgt die Schwerbehindertenabgabe 115 € monatlich, wenn sie im Jahresdurchschnitt weniger als zwei schwerbehinderten Menschen beschäftigen und 200 € monatlich, wenn sie im Jahresdurchschnitt weniger als einen schwerbehinderten Menschen beschäftigen.

Meldungsempfänger

Die Meldung zu den beschäftigten Schwerbehinderten ist der zuständigen Agentur für Arbeit in elektronischer Form zu übermitteln, welche die Daten an das Integrationsamt weiterleitet.

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