10. November 2014

„Durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz“ für 2015 wurde festgelegt

Das Bundesministerium für Gesundheit hat den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz veröffentlicht. Dieser beträgt für das Jahr 2015 0,9 %.

Dieser Zusatzbeitrag ist z.B. maßgebend für folgende Personenkreise:
  • Bezieher von Arbeitslosengeld II
  • Personen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe für eine Erwerbstätigkeit befähigt werden sollen
  • Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  • Auszubildende in außerbetrieblichen Einrichtungen
  • Behinderte Menschen in anerkannten Einrichtungen oder ähnlichen Einrichtungen, wenn das tatsächliche Arbeitsentgelt den maßgeblichen Mindestbeitrag (2014: mtl. 553 €) nicht übersteigt. Ansonsten wird der kassenindividuelle Zusatzbeitrag herangezogen (nicht bei Zahlung von EGA).
  • Versicherungspflichtige, deren Mitgliedschaft fortbesteht, weil ihnen von einem Rehabilitationsträger während einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation Verletztengeld, Versorgungskrankengeld oder Übergangsgeld gezahlt wird
  • Mitglieder, deren Mitgliedschaft bei einem Wehrdienst oder nach § 8 Eignungsübungsgesetz fortbesteht
  • Bezieher von Verletztengeld, Versorgungskrankengeld nach dem BVG oder vergleichbarer Entgeltersatzleistungen
  • Auszubildende mit einer Ausbildungsvergütung von nicht mehr als 325 € (Geringverdiener)
  • Beschäftigte, die ein freiwilliges soziales oder freiwilliges ökologisches Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst leisten

Bei „Beitragsfreiheit kraft Gesetzt“ besteht auch Freiheit für den Zusatzbeitrag. Dies gilt insbesondere für:
  • Mutterschaftsgeld
  • Elterngeld
  • Dauer der Elternzeit

Weiter ist zu beachten:
  • Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz gilt für die oben vorgenannten Personengruppen, ungeachtet dessen, bei welcher Krankenkasse sie versichert sind und ob die jeweils zuständige Krankenkasse einen kassenindividuellen Zusatzbeitrag erhebt.
  • Für Personengruppen, in denen der durchschnittliche Zusatzbeitrag zum Tragen kommt, werden die Beiträge vom Arbeitgeber komplett allein getragen.
  • Die Festlegung des Zusatzbeitragssatz erfolgt jeweils zum 01. November für das Folgejahr durch das Bundesministerium für Gesundheit.

1 Kommentar:

  1. Super Sache. Da kommt ja wieder was auf uns Arbeitnehmer zu... Danke für die Info!

    AntwortenLöschen